Höhere Preise für Gas und Öl

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Im Jahr 2024 kommen auf Verbraucherinnen und Verbraucher höhere
Gas- und Ölpreise zu. Grund dafür ist ein deutlicher Anstieg des Preises
für CO2 und die wieder auf 19 Prozent angehobene Mehrwertsteuer für
Erdgas.
Anstieg der CO2-Bepreisung
„Am 1. Januar 2024 wurde der CO2-Preis neben Kraftstoffen auch für Erdgas
und Heizöl von 30 Euro auf 45 Euro pro Tonne erhöht“, erläutert Cathrin
Becker, Energieberaterin der Verbraucherzentrale Saarland. Ein weiterer
Anstieg ist für die kommenden Jahre geplant: ab 2025 um erneute 10 Euro pro
Tonne, ab 2026 nochmals um 10 Euro auf dann 65 Euro pro Tonne
verursachtes CO2. Die Prognosen für die Zeit danach lassen einen weiteren
Anstieg des CO2-Preises vermuten.
Wie erhöhen sich die Kosten allein durch den CO2-Preis am
Beispiel Erdgas?
Das Beispiel zeigt, wie stark die Heizkosten für ein Einfamilienhaus mit einem
Heizenergieverbrauch von 15.000 Kilowattstunden Erdgas durch die
Entwicklung des CO2-Preises steigen werden:

 

JahrCO2 -Preis
pro Tonne
CO2-Preis
pro kWh
Mehrkosten durch
CO2-Preis
202330 Euro + 7 % MwSt.0,64 Centca. 96 Euro
202445 Euro + 19 % MwSt.1,07 Centca. 161 Euro
202555 Euro + 19 % MwSt.1,31 Centca. 196 Euro


Weil Heizöl einen höheren CO2-Ausstoß bewirkt als Erdgas, fällt der Anstieg des
CO2-Preises auch höher aus. So liegen die Mehrkosten durch CO2 für das gleiche
Einfamilienhaus mit Ölheizung 2024 bei 194 Euro und 2025 bei 237 Euro.
Mehrwertsteuersatz steigt
Innerhalb der nächsten Wochen wird der Mehrwertsteuersatz für Gas, und
auch für Fernwärme, wieder auf 19 Prozent angehoben.
Die Mehrwertsteuer war vor dem Hintergrund der hohen Preise 2022 gesenkt
worden. Aktuell wird davon ausgegangen, dass der reguläre
Mehrwertsteuersatz von 19 Prozent wieder ab dem 1. März 2024 gilt.
Was tun, wenn die Preise steigen?
Neben den Energiepreisen ist der individuelle Energieverbrauch ausschlaggebend
für die entstehenden Kosten.
In vielen Häusern existieren Möglichkeiten zur Einsparung von Heizenergie. „So
kann die nachträgliche Wärmedämmung von Dach und Außenwand mehr als 40
Prozent Heizkosten einsparen“, sagt die Expertin.
Eine weitere Stellschraube ist die Heizung selbst. In vielen Fällen arbeiten Heizungsanlagen
ineffizient und haben zu hohe Temperaturen oder geben Wärme
ab, die nicht gebraucht wird. Die Heizungsregelung bietet viel Potenzial, um diese
Wärmeverluste zu verringern. „Jede zentrale Heizung sollte daher durch einen
hydraulischen Abgleich optimiert werden. Eine Maßnahme, die vom Heizungsfachbetrieb
durchgeführt wird“, weiß Cathrin Becker.
Lohnt sich eine Gasheizung nicht doch?
Vom Einbau einer neuen Gasheizung rät die Energieberatung der
Verbraucherzentrale ab. Die Empfehlung gilt gleichermaßen für neue
Ölheizungen. Die Entwicklung der Emissionskosten zeigt, dass es mit
Gasheizungen erhebliche Preisrisiken gibt. Wer sich jetzt noch eine fossile
Heizung anschafft, wird für einen sehr langen Zeitraum weiterhin CO2
ausstoßen. Inzwischen gibt es aber mit Wärmepumpen, Pelletheizungen oder
Fernwärme für viele Gebäude sinnvolle Alternativen. Aktuelle Förderungen
unterstützen die Anschaffung dieser neuen Heiztechniken.
Auf Fragen, wie Energie am sinnvollsten eingespart werden kann, gibt es
hilfreiche Antworten bei der Energieberatung der Verbraucherzentrale. Die
Beratung dort findet online, telefonisch oder in einem persönlichen Gespräch
statt. Die Energieberaterinnen und Energieberater informieren
anbieterunabhängig und individuell.
Termine zur persönlichen Beratung können unter 0681 50089-15 vereinbart werden.
Mehr Information zu den Beratungsangeboten gibt es auf
www.verbraucherzentrale-energieberatung.de oder unter
www.verbraucherzentrale-saarland.de.
Ansprechpartnerin für den Inhalt: Cathrin Becker Tel. 06898-7642081
V. i. S. d. P.: Martin Nicolay, Geschäftsführer der Verbraucherzentrale Saarland e.V.


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