Glossar
Das ABC der Energiewende: Fachbegriffe einfach erklärt
Stehen Sie manchmal vor Abkürzungen wie MaStR, Sektorenkopplung oder THG-Minderungsquote und fragen sich, was dahintersteckt?
Die Welt der Erneuerbaren Energien, der Elektromobilität und des Klimaschutzes ist voller komplexer Begriffe, die für den Einstieg oft eine Hürde darstellen. Unser Zukunfts-Energie-Glossar ist Ihr unverzichtbares Nachschlagewerk! Wir erklären Ihnen übersichtlich und verständlich alle wichtigen Themen, Begriffe und Abkürzungen rund um die Energiewende, Nachhaltigkeit und den Klimawandel.
A
Organisation der Sammlung, Behandlung und Verwertung von Abfällen, um Ressourcen zu schonen und die Umweltbelastung zu minimieren (Kreislaufwirtschaft).
Ein wiederaufladbarer Speicher für elektrische Energie, z.B. in Elektroautos oder für Solarstrom (auch Batteriespeicher genannt).
Nachweis, dass eine Stromerzeugungsanlage (z.B. ein großer Windpark) die technischen Anforderungen für den sicheren Betrieb im Stromnetz erfüllt.
Durch menschlichen Einfluss verursacht. Bezieht sich meist auf Treibhausgasemissionen oder Umweltveränderungen, die den Klimawandel verstärken.
Die in Gesetzen (z.B. EEG) festgelegten Ziele, wie stark die Leistung der Anlagen zur Erzeugung von Erneuerbaren Energien (z.B. Wind und PV) in den kommenden Jahren wachsen soll. Zum Gesetz für den Ausbau erneuerbarer Energien (EEG)
B
Ein Fahrzeug, das ausschließlich von einem Elektromotor angetrieben wird und seine Energie aus einem Akku bezieht.
Siehe Akkumulator. Kann stationär (z.B. für Solaranlagen zu Hause) oder mobil (z.B. im E-Auto) eingesetzt werden.
Technologie, die es Elektrofahrzeugen ermöglicht, nicht nur Strom aus dem Netz zu laden, sondern ihn bei Bedarf auch wieder ins Netz zurückzuspeisen (Vehicle-to-Grid).
Die Vielfalt des Lebens auf der Erde, einschließlich der Vielfalt der Arten, der genetischen Vielfalt und der Vielfalt der Ökosysteme. Ist essenziell für stabile Ökosysteme.
Ein durch anaerobe Vergärung von Biomasse (z.B. Gülle, Pflanzenreste) entstehendes Gas, das zur Strom- und Wärmeerzeugung oder als Kraftstoff genutzt werden kann. Daten und Fakten rund um den Stand und Ausbau der Biomasse im Saarland
Organisches Material (Pflanzen, Tiere, Abfälle), das als Energieträger genutzt werden kann (z.B. Holz, Pflanzenöl, Biogas). Daten und Fakten rund um den Stand und Ausbau der Biomasse im Saarland
Eine Technologie, die Wasserstoff (H₂) und Sauerstoff (O₂) in elektrische Energie umwandelt, wobei als einziges Abfallprodukt Wasser entsteht. Genutzt in Wasserstofffahrzeugen.
C
Ein marktwirtschaftliches Instrument, um Emissionen zu senken. Ein "Cap" (Obergrenze) wird für Emissionen festgelegt, und Unternehmen können mit Emissionsrechten "Trade" (handeln).
Der CO₂-Grenzausgleichsmechanismus der EU. Er soll verhindern, dass Unternehmen ihre Produktion in Länder mit weniger strengen Klimaschutzregeln verlagern (Carbon Leakage), indem Importe aus diesen Ländern einen CO₂-Preis zahlen müssen.
Verfahren zur Abscheidung und Speicherung von CO₂ aus Industrieabgasen, meist tief unter der Erde.
Das gemeinschaftliche Nutzen von Fahrzeugen, oft E-Autos, zur Reduzierung der Fahrzeugdichte und Steigerung der Auslastung.
EU-Richtlinie zur Förderung sauberer und energieeffizienter Straßenfahrzeuge im öffentlichen Beschaffungswesen. Zu den FAQ zur Umsetzung der Clean Vehicles Directive (CVD) in Deutschland
Maßeinheit, die die klimaschädliche Wirkung aller Treibhausgase (Methan, Lachgas, etc.) auf das Erwärmungspotenzial von Kohlendioxid (CO₂) umrechnet. Weitere Informationen zu den CO₂-Äquivalenten
Die Gesamtmenge der Treibhausgase, die direkt und indirekt durch eine Person, eine Organisation, ein Produkt oder eine Veranstaltung verursacht wird. Berechnen Sie ihren CO2-Fußabdruck (Carbon Footprint)
Die CoMoS (Comfort Monitoring Station) ist eine Sensorstation, die dazu entwickelt wurde, thermische Komfortbedingungen in Innenräumen zu messen. Sie erfasst die Werte für Lufttemperatur, relative Luftfeuchtigkeit, Luftdurchflussrate und Oberflächentemperatur.
D
Die Reduzierung von Kohlenstoffdioxid-Emissionen (CO₂) auf Netto-Null, primär durch den Wechsel von fossilen zu erneuerbaren Energiequellen.
Die Erzeugung und Nutzung von Energie in kleineren Anlagen nahe dem Verbraucher, anstatt in großen Zentral-Kraftwerken (z.B. PV-Anlagen auf Dächern).
Das Konzept, das Nachhaltigkeit auf die drei gleichberechtigten Dimensionen Ökologie, Ökonomie und Soziales stützt.
Reguliert den Einsatz und die Zusammensetzung von Düngemitteln, um Nährstoffeinträge in Gewässer und Böden zu reduzieren.
Ein Kriterium bei der Ökobilanz von Produkten, das beeinflusst, wie oft ein Produkt ersetzt werden muss.
E
Synthetische Kraftstoffe (z.B. synthetisches Benzin, Diesel oder Kerosin), die mit Hilfe von Strom aus erneuerbaren Energien (Power-to-X) hergestellt werden. Im Idealfall CO₂-neutral.
Ein spezielles Kfz-Kennzeichen, das in Deutschland Elektrofahrzeugen, Plug-in-Hybriden und Brennstoffzellenfahrzeugen bestimmte Bevorrechtigungen (z.B. auf Parkplätzen oder bei der Nutzung von Busspuren) einräumt.
Das Verhältnis zwischen Nutzen (z.B. produzierter Strom) und Einsatz (z.B. eingesetzte Energie). Hohe Effizienz bedeutet weniger Ressourcenverbrauch für den gleichen Output.
Der Anteil des selbst erzeugten Stroms (z.B. aus einer PV-Anlage), der direkt im eigenen Haushalt oder Betrieb verbraucht wird und nicht ins Netz eingespeist wird.
Ein marktbasiertes Instrument (z.B. EU ETS), bei dem Unternehmen Zertifikate für das Recht auf CO₂-Ausstoß kaufen und verkaufen können, um Emissionen kosteneffizient zu senken.
Die Energie, die der Verbraucher tatsächlich kauft und nutzt (z.B. Strom, Gas, Heizöl). Sie ist die Primärenergie abzüglich der Umwandlungs- und Transportverluste.
Bundesgesetz, das darauf abzielt, den Energieverbrauch in Deutschland signifikant zu senken, indem Effizienzziele für Bund, Länder und Endenergieverbrauch festgelegt werden. Zum Gesetz zur Steigerung der Energieeffizienz in Deutschland
Zentrales deutsches Gesetz zur Förderung von Strom aus erneuerbaren Quellen (Wind, PV, Biomasse, etc.) durch die Festlegung einer Einspeisevergütung und des Einspeisevorrangs. Zum Gesetz für den Ausbau erneuerbarer Energien (EEG)
Auch Regenerative Energien. Energiequellen, die praktisch unerschöpflich zur Verfügung stehen oder sich schnell genug erneuern (Sonne, Wind, Wasser, Biomasse, Geothermie).
Das größte Emissionshandelssystem der Welt, das einen Großteil der Treibhausgasemissionen in der EU abdeckt (Energie, Industrie, Luftfahrt). Erfahren Sie mehr zum Emissionshandel
Ein Klassifikationssystem, das definiert, wann eine Wirtschaftstätigkeit als ökologisch nachhaltig gilt, um Investitionen in grüne Projekte zu lenken. Wie funktioniert die EU-Taxonomie?
F
Das Klimapaket der Europäischen Union, das darauf abzielt, die Netto-Treibhausgasemissionen bis 2030 um mindestens 55% gegenüber 1990 zu senken.
Saarländisches Gesetz zur Umsetzung des Bundes-WindBG, das Flächenziele für die Windenergienutzung festlegt. Zum Flächenzielgesetz (SFZG)
Die Fähigkeit des Energiesystems, auf die schwankende Erzeugung von Wind- und Solarenergie zu reagieren, z.B. durch Speicher, flexible Kraftwerke oder Nachfragesteuerung.
Finanzielle Anreize (Zuschüsse, zinsgünstige Kredite, Steuervorteile) von Bund, Ländern (z.B. Saarland) oder EU zur Beschleunigung der Energiewende (z.B. KfW-Förderung für Wärmepumpen oder PV). Finden Sie die passende KfW-Förderung
G
Saarländisches Gesetz zur Beteiligung von Gemeinden an den Erträgen von Windenergieanlagen und großen Photovoltaik-Freiflächenanlagen. Zum Gemeindebeteiligungsgesetz (SGBG)
Erdwärme. Die im zugänglichen Teil der Erdkruste gespeicherte Energie, die zur Strom- und Wärmeerzeugung genutzt werden kann.
Maßzahl für das Erwärmungspotenzial eines Treibhausgases im Vergleich zu CO₂ über einen bestimmten Zeitraum.
Der Zeitpunkt, an dem die Gestehungskosten für Strom aus erneuerbaren Quellen (z.B. PV) genauso niedrig sind wie der Preis für Strom aus dem öffentlichen Netz.
Wasserstoff, der ausschließlich durch Elektrolyse mit Strom aus erneuerbaren Energiequellen hergestellt wurde.
H
Heizsystem, das Wärme aus der Umwelt (Luft, Wasser oder Erdreich) aufnimmt und für Heizzwecke auf ein höheres Temperaturniveau bringt, angetrieben durch Strom.
Geplante Maßnahmen und Zeitpläne, um den Markteintritt und die Verbreitung neuer Technologien, wie E-Autos oder Wasserstoff, zu beschleunigen.
In der Wasserkraft oder bei der Geothermie die Steuerung von Wasserdurchflüssen oder Druck, um die Energieerzeugung zu optimieren.
I
Steuerung des Ladevorgangs von E-Autos in Abhängigkeit von Faktoren wie Strompreis, Netzauslastung oder dem verfügbaren Anteil an Ökostrom.
Der Weltklimarat der Vereinten Nationen, der wissenschaftliche Berichte zum Klimawandel bewertet und zusammenfasst.
Gerät, das den von PV-Anlagen erzeugten Gleichstrom (DC) in für das Netz nutzbaren Wechselstrom (AC) umwandelt.
K
E-Autos sind in Deutschland aktuell für eine bestimmte Zeit (z.B. 10 Jahre ab Erstzulassung) von der Kraftfahrzeugsteuer befreit.
Maßnahmen zur Anpassung an die bereits unvermeidbaren Folgen des Klimawandels (z.B. Bau von Hochwasserschutzmauern, hitzeresistente Stadtplanung).
Ein Zustand, in dem die Netto-Emissionen von Treibhausgasen gleich Null sind, d.h., die verbleibenden Emissionen werden durch Senken (z.B. Wälder, CCS) oder Kompensation ausgeglichen. Das Ziel Deutschlands ist 2045.
Das Bundesgesetz, das verbindliche Ziele zur Minderung der Treibhausgasemissionen in Deutschland festlegt (z.B. Klimaneutralität bis 2045). Zum Bundes-Klimaschutzgesetz (KSG)
Das regionale Strategiedokument des Saarlandes, das spezifische Maßnahmen und Ziele zur Erreichung der Klimaschutzziele im Land beschreibt (SKSG - Saarländisches Klimaschutzgesetz ist der Rahmen). Zum Klimaschutzkonzept des Saarlandes (KSK)
Eine langfristige und signifikante Veränderung des Klimas auf der Erde, hauptsächlich verursacht durch den Anstieg der Treibhausgase durch menschliche Aktivitäten.
Ziel der Wärmeplanung ist es, den vor Ort besten und kosteneffizientesten Weg zu einer klimafreundlichen und fortschrittlichen Wärmeversorgung zu ermitteln. Der Bund unterstützt finanziell und beratend bei der Erstellung der Wärmepläne. Fragen & Antworten zur Kommunalen Wärmeplanung im Saarland
Die gleichzeitige Erzeugung von elektrischem Strom und nutzbarer Wärme, was den Brennstoffeinsatz und damit Emissionen senkt.
Ein Wirtschaftsmodell, bei dem Produkte und Materialien so lange wie möglich im Wirtschaftskreislauf gehalten werden, um Abfall zu minimieren (Gegensatz zur linearen Wirtschaft: nehmen-machen-wegwerfen).
L
Das Gesamtsystem aus Ladestationen, Ladesäulen und allen dazugehörigen technischen Einrichtungen, die für das Aufladen von Elektrofahrzeugen notwendig sind.
Bundesverordnung, die technische Mindestanforderungen und Betreiberpflichten für öffentlich zugängliche Ladesäulen festlegt. Zur Ladesäulenverordnung (LSV)
Die dominierende Batterietechnologie in Elektrofahrzeugen und stationären Speichern, bekannt für hohe Energiedichte und lange Lebensdauer.
Die gezielte Steuerung der Stromabnahme (Last), um das Stromnetz stabil zu halten und Überlastungen (z.B. beim gleichzeitigen Laden vieler E-Autos) zu vermeiden.
LoRaWAN ist ein Funknetzwerk-Protokoll für das Internet der Dinge (IoT), das besonders im Katastrophenschutz nützlich ist.
Im Krisenfall kannst du damit Sensoren vernetzen - etwa für Pegelstände bei Hochwasser, Rauchmelder in Evakuierungsgebieten, Standortmeldungen von Einsatzkräften oder Warnsysteme. Das Netz ist robust, kostengünstig und kann schnell auch provisorisch aufgebaut werden, wenn andere Kommunikationsnetze ausfallen.
Maßnahmen und Gesetze, um die Belastung der Luft durch Schadstoffe (z.B. Stickoxide, Feinstaub) zu reduzieren.
M
Ein zentrales Register der Bundesnetzagentur, in dem alle Stromerzeugungsanlagen (PV, Wind, BHKW) sowie Marktakteure in Deutschland registriert werden müssen. Zum Marktstammdatenregister (MaStR)
Ein Treibhausgas, das deutlich klimaschädlicher ist als CO₂, aber eine kürzere Verweildauer in der Atmosphäre hat. Entsteht z.B. bei der Viehzucht und bei Leckagen im Erdgasnetz.
Kleine, meist elektrisch betriebene Fahrzeuge wie E-Scooter oder E-Bikes, die zur Überbrückung kurzer Distanzen in Städten dienen.
MINT steht für die Anfangsbuchstaben der Wörter Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik. Diese Fächer sind entscheidend für die Entwicklung von Kompetenzen in den Bereichen Wissenschaft und Technik und fördern das mathematisch-naturwissenschaftliche Verständnis der Schüler.
Die systematische Beobachtung und Überprüfung von Zielen und Maßnahmen (z.B. der Treibhausgasminderung), um deren Wirksamkeit festzustellen.
N
Die Fähigkeit, die Bedürfnisse der Gegenwart zu befriedigen, ohne die Möglichkeiten künftiger Generationen zu gefährden, ihre eigenen Bedürfnisse zu befriedigen (oft unterteilt in Ökologie, Ökonomie, Soziales).
Das Ziel, dass die Menge der emittierten Treibhausgase durch menschliche Aktivitäten der Menge der entzogenen Gase entspricht.
Die technische und wirtschaftliche Einbindung von dezentralen Erzeugern (PV, Wind) und flexiblen Lasten (E-Autos) in das bestehende Stromnetz.
O
Auch Life Cycle Assessment (LCA). Eine systematische Analyse der Umweltwirkungen eines Produkts oder Prozesses über den gesamten Lebenszyklus (von der Rohstoffgewinnung bis zur Entsorgung).
Die Wissenschaft von der Wechselbeziehung zwischen Organismen und ihrer Umwelt. Im Nachhaltigkeitskontext die Bewahrung und der Schutz der natürlichen Lebensgrundlagen.
Windparks, die im Meer (meist in Küstennähe) errichtet werden, um höhere und konstantere Windgeschwindigkeiten zu nutzen.
Elektrischer Strom, der zu 100% aus erneuerbaren Energiequellen (Wind, Sonne, Wasser, Biomasse) erzeugt wurde.
P
Das internationale Klimaabkommen von 2015, das fast alle Länder der Welt zur Begrenzung der globalen Erwärmung auf deutlich unter 2°C, idealerweise auf 1,5°C im Vergleich zum vorindustriellen Niveau, verpflichtet. Mehr zum Pariser Abkommen
Ein Fahrzeug mit zwei Antriebssystemen (Verbrennungsmotor und Elektromotor), dessen Batterie zusätzlich über einen Stecker ("Plug-in") aufgeladen werden kann.
Die Umwandlung von Sonnenlicht in elektrischen Strom mittels Solarzellen.
Ein Verfahren, bei dem überschüssiger Strom aus erneuerbaren Energien genutzt wird, um Wasserstoff oder synthetisches Methan herzustellen, das im Gasnetz gespeichert werden kann.
Ein Sammelbegriff für Technologien, die erneuerbaren Strom (Power) nutzen, um andere Energieträger oder chemische Produkte (X) herzustellen (z.B. Power-to-Gas, Power-to-Liquid).
Die in der Natur vorkommende Energieform vor jeglicher Umwandlung (z.B. Sonnenstrahlung, Wind, Rohöl, Kohle).
Ein Akteur, der Energie produziert (Producer, z.B. durch PV) und sie zugleich verbraucht (Consumer, z.B. im Haushalt oder im E-Auto).
R
Die Wiederverwertung von Abfällen zu neuen Produkten oder Rohstoffen. Ein zentrales Element der Kreislaufwirtschaft.
EU-Richtlinie zur Förderung der Nutzung von Energie aus erneuerbaren Quellen, die verbindliche Ziele für den Anteil erneuerbarer Energien festlegt. Zur EU-Richtlinie: RED II (Renewable Energy Directive II) und hier zur Kurzstudie, Stand der Umsetzung
Die verbleibende Stromnachfrage zu einem bestimmten Zeitpunkt, nachdem die Einspeisung aus Wind- und Solaranlagen abgezogen wurde. Sie muss durch steuerbare Kraftwerke oder Speicher gedeckt werden.
Die Widerstandsfähigkeit eines Systems (z.B. Energieversorgung, Gesellschaft, Ökosystem) gegenüber Störungen (z.B. Klimafolgen, Extremwetterereignisse).
S
Die energetische Verknüpfung der bislang getrennten Sektoren Strom, Wärme/Kälte und Verkehr, um erneuerbaren Strom sektorübergreifend zu nutzen.
Ein modernes Stromnetz, das Informations- und Kommunikationstechnologie nutzt, um die Erzeugung, Speicherung und den Verbrauch von Strom intelligent zu steuern und so effizient und stabil zu halten.
Die Umwandlung von Sonnenlicht in Wärme zur Warmwasserbereitung oder zur Unterstützung der Heizung.
Einrichtungen zur Zwischenlagerung von Energie (z.B. Batteriespeicher, Pumpspeicherkraftwerke, Wasserstofftanks), um Angebot und Nachfrage auszugleichen.
T
Ein Instrument, das Mineralölunternehmen verpflichtet, ihre Treibhausgasemissionen im Verkehrssektor zu senken, z.B. durch das Inverkehrbringen von Biokraftstoffen oder Ladestrom für E-Autos.
Der natürliche Prozess, bei dem Gase in der Atmosphäre (Treibhausgase) die Wärmeabstrahlung von der Erdoberfläche ins Weltall reduzieren und so die Erde erwärmen. Der anthropogene Treibhauseffekt verstärkt diesen Prozess.
Gasförmige Bestandteile der Atmosphäre, die zum Treibhauseffekt beitragen (z.B. CO₂, Methan (CH₄), Lachgas (N₂O)).
U
Eine staatliche Kaufprämie für Käufer von (meist) neuen Elektrofahrzeugen. Zum Umweltbonus
Ein gesetzlich vorgeschriebenes Verfahren zur Prüfung und Bewertung der Umweltauswirkungen von größeren Projekten (z.B. Windparks, Straßenbau).
Die jährliche Konferenz der Vertragsstaaten der Klimarahmenkonvention der Vereinten Nationen (UNFCCC), auf der über Maßnahmen gegen den Klimawandel verhandelt wird.
V
Die Zuverlässigkeit und Stabilität des Energiesystems, zu jeder Zeit die benötigte Energie in der richtigen Menge liefern zu können.
Die Schwankungsanfälligkeit von Strom aus erneuerbaren Quellen (z.B. Wind und Sonne), bedingt durch Wetterbedingungen.
W
Die Transformation des Wärmesektors weg von fossilen Brennstoffen hin zu erneuerbaren Energien (z.B. Geothermie, Solarthermie, Wärmepumpen, Grüne Fernwärme).
Ein energieträgerreiches Gas, das klimaneutral hergestellt werden kann (Grüner Wasserstoff) und vielfältig einsetzbar ist (Speicherung, Industrie, Brennstoffzellenfahrzeuge).
Die Nutzung der Energie des fließenden Wassers zur Stromerzeugung (z.B. Laufwasser-, Speicher- oder Pumpspeicherkraftwerke).
Siehe Inverter.
Die Nutzung der Bewegungsenergie des Windes zur Stromerzeugung (Onshore und Offshore).
Bundesgesetz, das die Planung, Genehmigung und Ausschreibung von Offshore-Windparks in Deutschland regelt. Zum Windenergie auf See Gesetz (WindSeeG)
Bundesgesetz, das bundesweite und landesspezifische Flächenziele für die Windenergie an Land festlegt. Zum Windenergieflächenbedarfsgesetz (WindBG)
Z
Ein Fahrzeug, das keine Emissionen (z.B. CO₂, Stickoxide) aus dem Auspuff ausstößt, z.B. Batterie- und Wasserstoff-Elektrofahrzeuge.
Ein Nachweis (z.B. Ökostromzertifikat, Nachhaltigkeitssiegel) über die Einhaltung bestimmter ökologischer, sozialer oder ökonomischer Standards.
Der Betrag pro Kilowattstunde (kWh), den der Bieter in einer Ausschreibung (z.B. für Windenergie) als Vergütung für den erzeugten Strom erhält.